Zunächst sollte man sich selbst die Frage stellen, willst Du wirklich das Risiko der Selbständigkeit als Foodstylist eingehen?

Foodstylist und Kochbuchautor Gerhard RuhleWarum? Eine geringe Auftragslage kann dazu führen, dass der „Traum der Selbständigkeit“ sehr schnell ausgeträumt ist. Kosten zur sozialen Absicherung, zum Lebensunterhalt etc. laufen weiter und werden nicht mehr von einem sicheren Arbeitgeber mitgetragen.
Unumgängliche Grundvoraussetzung sind ein fundiertes Wissen über Lebensmittel und deren Zubereitung. Zusätzlich sollte ein künstlerisches Gefühl vorhanden sein, um das jeweilige Produkt „Lebensmittel“ geschmackvoll, ästhetisch und schön anzurichten.
Dazu reicht es nicht aus, dass man gerne kocht. Eine Ausbildung als Koch mit mehreren Jahren Berufserfahrung ist ein muss.

Eine noch bessere Voraussetzung wäre die Ausbildung zum Koch und Konditor (Patissier). Denn der Markt in der heutigen Zeit ist sehr umfangreich geworden. Ein Gang vorbei an den Tiefkühltruhen der jeweiligen Supermärkte, offenbart eine enorme Vielfalt von Speisen. Zum Beispiel Desserts, Backwaren, Fleisch- und Gemüse, Fertiggerichte, Fischgerichte, Saucen und Marinaden, um nur einige zu nennen. Bevor diese Lebensmittel den Weg in den Supermarkt antreten, werden sie mit einer Verpackung versehen auf dem das jeweilige Produkt abgebildet ist. Jetzt kommt der Foodstylist ins Spiel. Er muss in der Lage sein, dieses Produkt so zu präsentieren, dass es appetitlich und frisch fotografiert werden kann, um dem Käufer in spe ein wenig zu „verführen“. Dabei ist es sehr wichtig, dass die Natürlichkeit des jeweiligen Produktes erhalten bleibt.
Medien, welche über Foodstylisten berichten, beschreiben gerne, dass vieles mit Farben, Lacken und Kunststoffen verfälscht wird.

 

Ein erfahrener Foodstylist mit einer guten Ausbildung als Koch und oder Konditor, weiss sich  anders zu helfen als auf künstliche Dinge auszuweichen. Denn letztlich möchte man den Käufer bzw. Endverbraucher nicht täuschen oder optisch belügen. Zudem ist es sehr wichtig, dass der Fotograf und der Foodstylist ein funktionierendes Team bilden, um zubereitete Lebensmittel schnell in Szene zu setzen und diese frisch zu fotografieren. Eine Herausforderung ist die Lebensmittelgestaltung zum Beispiel für eine Tiefkühlverpackung.
Es besteht nur ein begrenztes Maß für die Präsentation zu Verfügung. Es darf weder zu klein, noch zu groß gestaltet werden, da bestimmte, gesetzliche Richtlinien für die Verpackungen eingehalten werden müssen. Etwas einfacher ist die Gestaltung der Lebensmittel für die redaktionelle Food-Fotografie, also Rezeptgestaltung für Kochzeitschriften und Kochbücher. Häufig kann man hier aus dem „Vollen“ schöpfen und seiner Kreativität freien Lauf lassen, vorausgesetzt man hält sich an das Rezept. Ein wichtiger Punkt ist auch der, woher bekomme ich die Lebensmittel die für ein angesagtes Foto zu beschaffen sind?

Eine Ausbildung als Koch mit mehreren Jahren Berufserfahrung ist ein muss.

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